Offerte erstellen Handwerker Schweiz – Software & Anleitung | Werkli
Wie Handwerker in der Schweiz eine rechtsgültige Offerte erstellen: Pflichtangaben, Offerte vs. KVA, und wie Werkli den Aufwand von 60 auf unter 10 Minuten reduziert.
Offerte erstellen als Handwerker: Was viele unterschätzen
Eine Offerte schreiben gehört zum Handwerk dazu – und kostet trotzdem Zeit, die nicht direkt verrechnet werden kann. Schweizer Handwerksbetriebe brauchen im Schnitt 30 bis 60 Minuten pro Offerte, wenn Positionen von Hand eingetippt, Preise nachgeschlagen und Dokumente formatiert werden.
Multipliziert mit 3–5 Offerten pro Woche ergibt das 2–4 Stunden Büroarbeit wöchentlich, die keinen direkten Ertrag bringen.
Dieser Artikel zeigt:
- Was eine rechtsgültige Offerte in der Schweiz enthalten muss
- Den Unterschied zwischen Offerte und Kostenvoranschlag
- Wie der Offertierprozess mit einer Offerten Software auf unter 10 Minuten sinkt
Was eine rechtsgültige Offerte in der Schweiz enthalten muss
Eine Offerte ist in der Schweiz nach OR Art. 3 rechtlich bindend, sobald sie dem Empfänger zugeht. Im Handwerk gilt in der Regel der Werkvertrag nach OR Art. 363: Das Werk wird zum vereinbarten Preis geschuldet.
Eine rechtsgültige Offerte muss folgende Angaben enthalten:
- Vollständige Absenderadresse: Firmenname, Adresse, Kontakt
- Empfängeradresse: Baustellen- und Rechnungsadresse wenn unterschiedlich
- Datum und Gültigkeitsdauer: Z.B. „Gültig bis 30 Tage nach Ausstellungsdatum"
- Detaillierte Leistungsbeschreibung: Position, Menge, Einheit, Einheitspreis
- Gesamtbetrag exkl. und inkl. MWST: Beide Beträge müssen ausgewiesen sein
- MWST-Satz: Aktuell 8,1 % Normalsatz (Stand 2024)
- UID-Nummer: Pflicht für MWST-pflichtige Betriebe
- Zahlungsbedingungen: Z.B. 30 Tage netto
Fehlen Angaben, kann die Offerte rechtlich angreifbar werden oder beim Kunden unprofessionell wirken.
Offerte vs. Kostenvoranschlag: Der Unterschied zählt
Im Schweizer Handwerk werden die Begriffe Offerte und Kostenvoranschlag (KVA) oft verwechselt. Der Unterschied hat rechtliche Konsequenzen.
Offerte:
- Rechtlich bindend nach OR Art. 3
- Festpreis für das beschriebene Werk
- Nachforderungen nur bei schriftlich ausgewiesenen Mehrarbeiten
- Üblich für klar definierte Aufträge (Küchenmontage, Fenstererneuerung)
Kostenvoranschlag (KVA):
- Unverbindliche Schätzung
- Kein Festpreisversprechen
- Überschreitung des KVA um mehr als 10–15 % kann laut Rechtsprechung Einwände des Kunden auslösen
- Üblich bei Regiearbeiten oder schwer kalkulierbaren Projekten
Faustregel: Wenn der Auftrag klar definiert ist – Offerte. Wenn Aufwand und Material schlecht abschätzbar sind – Kostenvoranschlag mit explizitem Hinweis auf die Unverbindlichkeit.
Werkli erstellt standardmässig verbindliche Offerten mit konfigurierbarer Gültigkeitsdauer. Für Regiearbeiten steht der Regierapport mit Stundennachweis zur Verfügung.
Wie Handwerker eine Offerte Schritt für Schritt erstellen
Schritt 1: Kundeninformationen erfassen
Name, Adresse, Baustelle und Rechnungsadresse. Bei Stammkunden bereits im System hinterlegt – kein erneutes Eintippen.
Schritt 2: Leistungen strukturiert erfassen
Hier verlieren die meisten Betriebe die meiste Zeit. Wer Positionen jedes Mal von Grund auf neu eingibt, doppelt die Arbeit.
Professionelle Offerten Software für Handwerker nutzt ein Leistungsverzeichnis: Branchenspezifische Positionen mit Einheitspreisen sind hinterlegt. Elektro, Sanitär, Schreiner, Maler – jedes Gewerk hat eigene Positionen. Einmal konfiguriert, stehen sie bei jeder Offerte per Klick zur Verfügung.
In Werkli sind Arbeitsleistungen, Material und Geräte getrennt kategorisiert. Einheitspreise sind individuell anpassbar und gehören dem Betrieb.
Schritt 3: Positionen aus früheren Projekten übernehmen
Ähnliche Aufträge wiederholen sich. Fensterreinigung, Wartungsservice, Standardmontage – wer diese Positionen einmal korrekt erfasst hat, übernimmt sie per Klick in die nächste Offerte.
Schritt 4: Offerte versenden
PDF mit Firmenlogo, direkt per E-Mail aus dem System. Keine Word-Datei, kein manuelles Anhängen, kein separates E-Mail-Programm öffnen.
Schritt 5: Status verfolgen
Offen, angenommen, abgelehnt – alles auf einen Blick. Keine Nachfrage beim Kunden nötig, ob die Offerte angekommen ist. Wird die Offerte angenommen, fliesst sie direkt ins Projekt ein.
Schritt 6: Von der Offerte zur QR-Rechnung
Angenommene Offerten dienen als Grundlage für die Rechnung. Kein Abtippen. Kein Systemwechsel. Ein Klick – fertige QR-Rechnung nach Schweizer Standard.
Offerten Software für Handwerker: Was der Unterschied zu Word und Excel ist
Viele Betriebe starten mit Word-Vorlagen oder Excel-Tabellen. Das funktioniert bei einem Auftrag pro Woche. Es versagt, wenn mehrere Aufträge parallel laufen.

Mit einer spezialisierten Offerten Software sinkt der Aufwand pro Offerte von 30–60 Minuten auf unter 10 Minuten. Bei 4 Offerten pro Woche entspricht das 80–100 Stunden pro Jahr.
Digitale Akzeptierung: Kunde bestätigt direkt online
Werkli sendet dem Kunden neben dem PDF-Anhang einen Link. Der Kunde öffnet die Offerte im Browser und bestätigt sie mit einem Klick. Der Betrieb erhält sofort eine Benachrichtigung – keine E-Mail-Antwort abwarten, kein Anruf nötig.
Abgelehnte Offerten sind ebenfalls sofort sichtbar und können überarbeitet oder archiviert werden.
Leistungsverzeichnis: Das Herzstück der Offerten Software
Das Leistungsverzeichnis ist der Grund, warum professionelle Offerten Software so viel schneller sind als Word.
In Werkli sind branchenspezifische Vorlagen hinterlegt – für Elektriker, Sanitär, Schreiner, Maler, Dachdecker und viele weitere Gewerke. Jeder Betrieb passt die Einheitspreise auf seine Kalkulation an. Positionen können jederzeit ergänzt, geändert oder deaktiviert werden.
Das Leistungsverzeichnis gehört dem Betrieb und wird mit jedem Auftrag besser: neue Positionen kommen dazu, bewährte Preise werden verfeinert.
Häufige Fragen zur Offertenerstellung im Handwerk
Was passiert, wenn der Endpreis die Offerte überschreitet?
Bei einer verbindlichen Offerte schuldet der Handwerker das Werk zum vereinbarten Preis. Mehrarbeiten müssen schriftlich ausgewiesen und vom Kunden genehmigt werden – am besten per Nachtrag zur Offerte. Werkli erlaubt es, Zusatzpositionen als Nachtrag zu erfassen.
Muss eine Offerte unterschrieben werden, um gültig zu sein?
In der Schweiz nicht zwingend. Eine Offerte kann auch mündlich oder per E-Mail angenommen werden. Aus Beweissicherungsgründen empfiehlt sich trotzdem eine schriftliche Bestätigung – sei es per Unterschrift oder digitale Akzeptierung.
Kann ich eine Offerte nachträglich ändern?
Solange der Kunde die Offerte noch nicht angenommen hat, ja. Nach Annahme gilt der vereinbarte Preis. Änderungen danach erfordern einen schriftlichen Nachtrag.
Wie lange ist eine Offerte gültig?
Die Gültigkeitsdauer ist frei wählbar. Ohne Angabe gilt nach OR eine „angemessene Frist", die je nach Branche und Aufwand ausgelegt wird. Empfehlung: 30 Tage explizit angeben – Werkli fügt dies automatisch ein.
Was kostet Werkli als Offerten Software?
Ab CHF 50 pro Monat für einen Benutzer. Monatlich kündbar, keine Einrichtungsgebühr, 30 Tage gratis testen ohne Kreditkarte.
Fazit: Offerte erstellen muss kein Zeitfresser sein
Eine professionelle Offerte zu erstellen ist keine Kür – sie ist Pflicht, rechtlich relevant und der erste Eindruck beim Kunden. Wer sie mit Word und manuellen Prozessen schreibt, verliert Stunden pro Woche.
Eine spezialisierte Offerten Software für Handwerker in der Schweiz löst das strukturell: Leistungsverzeichnis, Wiederverwendung, direkter Versand, Statusverfolgung, automatische Übernahme in die Rechnung. Der Aufwand sinkt, die Qualität steigt, nichts geht vergessen.
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